Innsbruck

Depression

DEPRESSION „Und wo bleibe ich?“
Umgang mit depressiven Menschen


Es kann jeder von uns jederzeit mit Depression konfrontiert
werden. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation
(WHO) sind weltweit mehr als 120 Millionen Menschen davon
betroffen (17%), also jeder Vierte bis Fünfte! Bei Frauen
wird die Diagnose zwei- bis dreimal so häufig gestellt wie
bei Männern.
Bereits 2% aller Kinder unter 12 Jahren und 5% der Jugendlichen
unter 20 Jahren leiden unter Depressionen. Bei
Jüngeren sind oft psychosoziale Faktoren wie Stress und
Versagensängste mögliche Auslöser.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) befürchtet für die
nächsten zwei Jahrzehnte eine weitere Zunahme dieses
Leidens.
In diesem Vortrag werden wir uns Gedanken machen, wie
ich bei mir selbst und meinen Angehörigen oder Freunden
Anzeichen einer Depression erkennen kann. Wir sprechen
auch darüber, wie ich mich persönlich davor schützen kann,
wenn mein Angehöriger oder Freund an Depression erkrankt
ist und welche Möglichkeiten ich habe um dem erkrankten
Menschen zu helfen, ohne dabei die eigenen Bedürfnisse
aufzugeben.
„Ich bin nicht
für dieses Leben geschaffen“
Suizid und Einsamkeit
Häufigste Todesursache bei Menschen unter 40 Jahren in
Österreich sind Unfälle. Suizid (Selbstmord) liegt an 5. oder 6.
Stelle. Jemanden durch Selbstmord zu verlieren, ist meiner
Meinung nach viel schwerer als durch Unfall oder Krankheit,
da so viele Fragen offen bleiben und die Frage nach der Schuld
im Raum liegt. Oft haben selbst die eigene Familie oder enge
Freunde keine Ahnung von Absichten in dieser Richtung.
Wir werden über Signale sprechen, die die Gefährdeten an
ihre Umwelt abgeben.
Suizid hat Nebenwirkungen.
Wo liegen die Ursachen von Suizid? Was sind die Folgen für
die Hinterbliebenen? Und dann auch die uralte Frage, ob Gott
jemanden retten kann, der sich das Leben selbst genommen
hat?
Einsamkeit kann (!) ein Faktor im Prozess hin zum Suizid
sein – muss aber nicht. Einsamkeit kann besser verstanden
werden, indem wir ihre Ursachen verstehen lernen. Wir werden
gemeinsam Wege finden, in denen wir der Einsamkeit
nicht das Ruder überlassen, sondern dagegen ankämpfen
können. Die Schlüssel zur Überwindung von Einsamkeit gibt
es und wir müssen nicht „den Kopf in den Sand stecken“.

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